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Die Allergieklinik - Zentrum für Kinder und Jugendliche ist Fachkrankenhaus und Rehabilitationsklinik für Kinder, Jugendliche und deren Begleitpersonen zur medizinischen Behandlung von Allergien, Erkrankungen der Lunge und der Atemwege, der Haut und der Augen. Die Allergieklinik steht unter Leitung des Chefarztes Prof. Dr. Roger Lauener.
Seit 1975 wurden in der Hochgebirgsklinik Erfahrungen in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit allergischen Atemwegs- und Hauterkrankungen gesammelt. Das innovative Behandlungskonzept geht von einem interdisziplinären Therapieansatz aus, an dem Ärzte, Erzieher, Pädagogen und Psychologen entscheidend mitwirken. Besondere Bedeutung für den langfristigen Behandlungserfolg wird dabei der Information und Schulung der Eltern beigemessen. Das Behandlungskonzept ist ein umfassendes. Wir sehen nicht nur die medizinische und medikamentöse Behandlung, wir sehen auch das psychosoziale Umfeld. Wir wollen unsere Patienten zuerst menschlich und dann erst apparativ behandeln. Die Grundidee eines menschlich und humanitär geprägten Angebotes zu einer ganzheitlichen Hilfe nicht nur für das erkrankte Kind, sondern für sein gesamtes familiäres und soziales Umfeld gehört wesentlich zum Selbstverständnis der Allergieklinik. Jährlich über 1000 Kinder und Jugendliche zzgl. Ihrer Begleiter sichern die hohe Erfahrungskompetenz.
Die Einweisungsindikationen in die Allergieklinik beinhalten folgendes Diagnosenspektrum:
- Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege
- Erkrankungen der Haut
- Allergien
Aufgenommen werden Kinder ab dem ersten Lebensjahr (Dermatologie) und ab dem zweiten Lebensjahr (Pneumologie) mit Begleitperson, Schulkinder mit oder ohne Begleitperson sowie Jugendliche bis zu 18 Jahren.
Therapieziele
Aufgrund der individuellen Problemlagen lassen sich für die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen mit Atemwegserkrankungen und/oder Hauterkrankungen u.a. folgende weitere indikationsspezifische Ziele nennen:
- Möglichst weitgehende Besserung der Atemfunktion und Hautsymptomatik
- Beurteilung des Schweregrades der Erkrankung und der bereits bestehenden Fähigkeits- und Funktionsstörungen
- Identifizierung von auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen der Symptomatik und Erlernen von Strategien zu deren Beeinflussung
- Minimierung der Folgen der Erkrankung (z.B. bei Stigmatisierung aufgrund sichtbarer Hautveränderungen) durch Erlernen sozialer Kompetenzen in Partnerschaft, Familie und Gesellschaft
- Einstellung auf prophylaktische Basistherapie, Training bedarfsorientierter Therapieintensivierung bei infekt- oder allergiebedingten Krankheitsverschlechterungen mit klinischer bzw. Peak-Flow-Meter-Kontrolle
- Nach umfassender, vor allem allergologischer und lungenfunktioneller Diagnostik Formulierung langfristiger Therapieziele sowie Erarbeitung und Erprobung eines langzeitigen individuellen Behandlungskonzeptes unter Einbeziehung der Eltern
- Beratung für die spätere berufliche Tätigkeit bei der entsprechenden Altersgruppe im Hinblick auf Allergien und Risikofaktoren
Therapie
Die medikamentöse Therapie des Asthmas erfolgt nach den aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien. Nach diesen Maßstäben wird eine individuell auf den Patienten ausgerichtete Medikation für die Basistherapie, aber auch Interventionsschemata für Phasen der Destabilisierung bis hin zu ausgeprägten akuten Krankheitssymptomen erarbeitet. Die besondere Expertise der Hochgebirgsklinik Davos in der Behandlung besonderer schwieriger Krankheitsfälle ermöglicht eine effektive Therapieführung mit weitgehender Vermeidung unerwünschter Medikamentennebenwirkungen bei diesen Problempatienten. In vielen Fällen wird erst durch die begleitende Allergenkarenz während der Hochgebirgsbehandlung ein therapeutischer Durchbruch bei schwierigem Asthma erzielt werden können.
Unser therapeutisches Konzept bei Hauterkrankungen basiert auf der Anwendung von wissenschaftlich etablierten Wirkstoffen unter besonderer Berücksichtigung der stadiengerechten galenischen Zubereitungsform. Dieses therapeutische Konzept ermöglicht in vielen Fällen eine rein pflegende und damit nebenwirkungsfreie Therapie. In jedem Fall ist es das Ziel, kortisonhaltige Salben nicht einsetzen zu müssen oder sie sogar absetzen zu können.
Die ärztliche Versorgung wird durch Ärzte mit entsprechenden Spezialisierungen der Pädiatrie, Inneren Medizin, Pneumologie, Dermatologie, Allergologie und Sozialmedizin sichergestellt.
Damit die in enger Abstimmung mit dem ambulant behandelnden Facharzt, dem Kind / Jugendlichen und den Eltern individuell zu definierenden Therapieziele erreicht werden können, verfügt das Zentrum für Kinder- und Jugendliche an der Hochgebirgsklinik Davos neben den üblichen Möglichkeiten zur pneumologischen, dermatologischen und allergologischen Diagnostik und Therapie über umfassende krankheitsspezifische Verfahren:
- Umfassende (Rehabilitations-)diagnostik
- Optimierung der medikamentösen Therapie
- Expositionskarenz
- allergologische und umweltmedizinische Diagnostik, Beratung und Therapie
- Asthma- und Neurodermitisschulung für Kinder, Jugendliche und Eltern
- Atemtherapeutische Maßnahmen, Atemmuskulaturtraining und -erholung durch nichtinvasive Beatmungstechniken (Physiotherapie)
- Bewegungs-, Sport- und Trainingstherapie
- psychosoziale Diagnostik und Beratung, Psychotherapie, Entspannungsverfahren
- Balneologische Maßnahmen/Hydrotherapie
- Ernährungsberatung und -schulung
- Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung, einschließlich Sozial-, Berufs- und Rehabilitationsberatung, Hilfen zur Berufswahl- und Berufsfindung
- Pädagogische / sozialpädagogische Betreuung
- Klinikschule
Die Umsetzung dieses Konzeptes erfolgt durch ein Behandlungsteam, in dem neben Ärzten, Psychologen, Pädagogen und Pflegekräften u.a. Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Sozialarbeiter, Ernährungsberater und Lehrer interdisziplinär zusammenarbeiten.
Kranken Eltern mit kranken und/oder gesunden Kindern steht das gesamte Leistungsspektrum unserer Einzelkliniken zur Verfügung.
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