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Der Begriff "Champagnerluft" für die besondere Luft im Hochgebirge ist vielen Menschen bekannt. Der Mensch fühlt sich in dieser Umgebung oft stimuliert, vieles fällt leichter, manches ist jedoch auch körperlich anstrengender.

Wissenschaftlich untersucht und damit belegt sind folgende Beobachtungen:
48 Stunden nach Ankunft in mittleren Hochgebirgslagen (1600 bis 2000 m ü. NN) und unter leichter körperlicher Betätigung findet sich ein signifikanter Anstieg von Testosteron und ein Abfall von Hormonen wie FSH und LH. Ähnliches gilt für das Plasma-Aldosteron.
Das wichtige Nebennierenrindenhormon Cortisol steigt unmittelbar nach Ankunft in der Höhe an und erreicht ein Maximum nach 11 Tagen. Daraus ergibt sich eine entzündungshemmende Wirkung auf die Schleimhäute der Atemwege.

LanglaufNach Rückkehr in das Flachland gehen alle hormonellen Parameter innerhalb von 2 Tagen wieder zum Ausgangswert zurück.

Die Einflüsse der Höhenlage sind also vielfältig und relevant. Sie treten relativ rasch auf und steigern sich bis zum Ende der zweiten Woche. Ein Plateau wird erst mit dem Ende der dritten Woche erreicht.

Untersuchungen an gesunden Leistungssportlern, die sich zum Training in einer Höhenlage von 1600 m ü. NN aufhielten, haben gezeigt, dass die Homöostase der Atmung in den ersten Tagen durch eine alveoläre Hyperventilation gesichert wird. Erst nach drei Wochen haben sich Atmung und Hämatopoese so stabilisiert, dass von einer kompletten Höhenadaptation gesprochen werden kann.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. Januar 2011 um 07:54 Uhr