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Familiensuite

Moderne und grosszügige
Räumlichkeiten mit Privatsphäre

Moderne und grosszügige Räumlichkeiten mit Privatsphäre

Familienorientierte Rehabilitation (FOR)

Anfang 2018 wurde die familienorientierte Rehabilitation (FOR) neu ins Angebot der Hochgebirgsklinik Davos aufgenommen. In neuen modernen Wohneinheiten, können Familien mit Kindern die unter schweren chronischen Erkrankungen wie z.B. Cystische Fibrose, Lungen-, Herz- oder Krebserkrankungen aufgenommen und rehabilitativ betreut werden.

Diese erlauben eine Unterbringung von Familien in einer gemeinsamen Wohneinheit und schaffen so eine Rückzugsmöglichkeit in die Privatsphäre. Dieses Angebot ist in der Schweiz einmalig und wird von Elternvereinigungen und Fachkreisen sehr begrüsst.

Niemand ist alleine krank

Die Diagnose einer schweren chronischen Erkrankung bei einem ihrer Kinder ist für jede Familie ein Schicksalsschlag, der das gesamte Familiensystem von Grund auf verändert und betrifft. Hoffnungen, Erwartungen und Planungen werden mit einem Schlag zunichte gemacht. Das gesamte familiäre System muss sich plötzlich auf eine neue Situation mit grossen Herausforderungen in vielerlei Hinsicht einstellen und komplett neu orientieren. Was gestern geplant wurde, ist heute schlagartig nicht mehr möglich.

Dies betrifft alle Bereiche des Zusammenlebens von Familie, Freundeskreis und Arbeit bis hin zu Freizeit, Partnerschaft und Sport. Somit ist immer die komplette Familie von einer schweren Erkrankung betroffen. Diese neue Situation führt zu einer Belastungssituation des gesamten familiären Umfeldes. Viele Familien stehen vor einem scheinbar unüberwindlichen Berg an medizinischen, psychischen, materiellen oder organisatorischen Problemen. Hier möchte die FOR ansetzen und in allen betroffenen Bereichen professionelle Hilfestellung geben, die sich ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Familien richtet.

Familienorientierte Rehabilitation

Die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten und/oder Geschwister begleiten das Kind nicht nur als „Begleitperson“, sondern werden aktiv in die Therapie einbezogen. Hintergrund dieses Ansatzes ist die Tatsache, dass das „System Familie“ bei chronisch kranken Kindern und Jugendlichen immer im Kern mitbetroffen ist und sich mit vielerlei Problemen und Frage auseinandersetzen muss.

Deshalb ist in dieser Form der Rehabilitation auch die Mitaufnahme der Familienangehörigen eine notwendige Voraussetzung. Neben der medizinischen Expertise werden individuell verschiedene familiäre Problemsituationen erarbeitet wie z.B. die Auseinandersetzung mit Trauer und Wut über die Tatsache der Erkrankung des Kindes, Schuldfrage und die Frage nach dem „Warum gerade wir, wir wünschten und doch ein gesundes Kind?“

Es geht ebenfalls um Dinge des Alltags, wie das akzeptieren unvermeidlicher Einschränkungen und einen möglichst „gesunden“ Umgang, mit der knapper gewordenen Zeit, für die anderen Geschwisterkinder und die Partnerschaft. Eine eigene Rehabilitationsbedürftigkeit der Angehörigen ist nicht erforderlich.

Gedacht wird hier an Familien mit schwer erkrankten Kindern aus den Bereichen Kinderpneumologie, Kinderonkologie und -kardiologie oder Allergologie. Genau hier setzt die familienorientierte Rehabilitation mit dem Ziel an, die gesamte Familie in den „Gesundungs“prozess miteinzubeziehen.

 

Gesundheit im Verständnis der FOR

Heisst nicht nur Verbesserung medizinischer Parameter, sondern umfasst den gesamten Begriff der „funktionalen Gesundheit“. Neben dem Erreichen der bestmöglichen körperlichen und mentalen Funktionen (Funktion) soll erreicht werden, dass der Patient und die Familie nach Möglichkeit all das tun können, was ohne Gesundheitsproblem möglich wäre (Aktivität). Zentral für die Familie ist das Ziel, ihr Dasein in allen Lebensbereichen in der Weise und dem Umfang zu entfalten, wie eine Familie ohne Beeinträchtigung (Teilhabe).

Herausforderungen für die gesamte Familie

Die gesamte Familie muss lernen, die Erkrankung nach «aussen» zu kommunizieren, Sie muss lernen, möglichst viel Akzeptanz im Alltag für das erkrankte Kind zu erreichen und versuchen, Ausgrenzung zu verhindern. Gemeinsames Ziel ist es, eine möglichst normale soziale Teilhabe für das erkrankte Kind und die Familie erreichen.

Trotzdem aber lernen, zu akzeptieren, dass dies in manchen Feldern nicht möglich ist. Die Geschwister, oft im Hintergrund als „Schattenkinder“ lebend, müssen lernen zu akzeptieren, dass das chronisch kranke Kind einen grossen Teil der Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern absorbiert. Und zugleich müssen sie lernen, einzufordern, was ihnen «zusteht».

FOR: Erfolgreich nur im multiprofessionellen Team

Auf Grund des umfassenden Gesundheitsverständnisses der FOR ist klar, dass diese Form der Rehabilitation nur in einem explizit multiprofessionellen Ansatz erfolgreich sein kann. Neben den rein „medizinischen“ Themen, die selbstverständlich wie in allen „anderen“ Formen der Rehabilitation behandelt werden, stehen die individuellen Problemsituationen der Familie im Fokus.

Je nach gemeinsam ermitteltem Bedarf kommen verschiedene Berufsgruppen z.B. aus Psychosomatik, Pädagogik, Pflege, Ernährungstherapie, Sozialdienst und Sport- und Physiotherapie ins Spiel und werden entsprechend der festgelegten Zielsetzung der Rehabilitation eingesetzt.

Die soziale Teilhabe steht im Zentrum des Familienlebens, nicht die Erkrankung

FOR ist also eine Weiterentwicklung der klassischen Rehabilitation. Sie ist gedacht für Familien mit schwer chronisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Neben der «rehatypischen» fachlichen und multiprofessionellen Ausrichtung auf die spezifische Erkrankung bietet FOR mehr: eine systemische Betrachtungsweise mir Hilfe zur Krankheitsbewältigung für die ganze Familie.

Erforderlich hierzu ist die Einbindung aller Familienmitglieder in die Therapie. Sie bietet eine individuelle Berücksichtigung der Problemlagen der einzelnen Familienmitglieder. Gesamtziel ist eine Hilfestellung bei der Hinführung zu einer bestmöglichen «Normalität» des Familienlebens trotz schwerer Erkrankung.


Ein typischer TagesablaufMehr Infos

7.00 Uhr – Guten Morgen!

Frühaufsteher können ab 07.00 Uhr "zmörgele". Danach dienen die Morgenstunden ersten Untersuchungs- und Behandlungsterminen. Dazu gehören zum Beispiel Allergietests, Lungenfunktionstests oder balneologischen Anwendungen. Der jeweilige Stationsarzt steht Kinder und Eltern ab 07.30 Uhr zur Verfügung. Im Rahmen der ärztlichen Sprechstunde können aktuelle Probleme, Fragen oder auch aktuelle Beschwerden erörtert und behandelt werden. Auch am Wochenende stehen für erkrankte Kinder Dienstärzte zur Verfügung.



8.45 bis 12.00 Uhr - Kindergartenzeit

Werktags von 08.45-12.00 Uhr besuchen Kinder bis zum Schuleintritt den Kindergarten. Wir spielen, singen und musizieren mit den Kindern. Auch die Kreativität kommt nicht zu kurz (malen, basteln und töpfern). Auch Ausflüge in die Umgebung gehören zum abwechslungsreichen Programm.

Die Schulkinder wiederum besuchen vormittags den Unterricht der Klinikschule. Das Aufarbeiten der Unterrichtspläne der Heimatschule steht im Zentrum, aber auch Spiel und Spass kommen nicht zu kurz. 
Einmal pro Aufenthalt nehmen zudem alle Schulkinder an einem einwöchigen Patientenschulungsprogramm teil.

12.30 bis 16.00 Uhr - Mittagessen, Freizeit

In der Zeit nach dem Mittagessen von 12.30-16.00 Uhr können Sie, wenn Sie keine medizinischen Termine haben, frei über Ihre Zeit verfügen. Entdecken Sie auf Spaziergängen und Wanderungen allein oder in Gruppen die einmalig schöne Davoser Bergwelt. 
Ab 16.00 Uhr stehen in der Regel wieder Untersuchungs- und Behandlungstermine an.

Sporadisch finden nachmittags für die ganze Familie Zusatzprogramme statt, kreativer, sportlicher oder musischer Art.

Pflegerische BetreuungMehr Infos

  • Prinzip der Bezugspflege - jedem Patienten werden für die Zeit des Aufenthaltes ausgebildete Krankenschwestern und -pfleger als Bezugspflegekräfte zugeordnet
  • Förderung der Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Ausführung je nach Bedarf anleitend, unterstützend oder kompensatorisch
  • Weiterführung therapeutischer Massnahmen (Selbsthilfetraining, Mobilisation)
  • Durchführung von diagnostischen und medizinisch therapeutischen Massnahmen (Untersuchungen, Medikamentenverabreichung, Inhalation, Hautpflege)

KlimatherapieMehr Infos

Täglicher Aufenthalt im Freien: Spaziergänge oder ab der zweiten Aufenthaltswoche sogar kurze Wanderungen

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